Geleitwort des Kuratoriumsvorsitzenden

„Gemeinsam Kultur machen“ – unter diesem Motto sind die Brandenburgischen Sommerkonzerte seit 27 Jahren zwischen Juni und September in allen Winkeln der Mark präsent. So schaffen sie Möglichkeiten zur Begegnung zwischen Stadt und Land, Jung und Alt, Künstlern und Publikum. Sie verbinden Natur und Kultur und kombinieren anspruchsvolles Musikerleben mit Gastfreundschaft. All das macht den Charme der „Klassiker auf Landpartie“ aus.

Im Publikum finden sich alle Altersgruppen. Durch die Teilnahme am Familienpass Brandenburg können Familien mit Kindern zu günstigen Bedingungen an den Konzerten teilnehmen. Zwei- bis Sechsjährige, die sich den Konzertbesuch noch für die kommenden Jahre aufheben, erwartet eine kostenlose Kinderbetreuung.

Die Saison 2017 bietet mit ihren 36 Konzerten an 28 Orten neue Erkundungsmöglichkeiten. So führt die Brandenburgische Orgelreise zu unentdeckten Kleinoden des Orgelbaus im Havelland und endet im Kloster Stift zum Heiligengrabe in der Prignitz. Ein Besuch der Orgelbauwerkstatt von Matthias Beckmann, der persönlich einen Einblick in die hohe Kunst des Orgelbaus geben wird, bildet einen unvergesslichen Höhepunkt.

Die Klosterkirche des Klosters Zinna wird erstmalig nach seiner Sanierung Veranstaltungsort für ein Kammermusikkonzert mit dem Cellisten Jan Vogler und dem Pianisten Martin Stadtfeld sein. Das Dorfkirchenkarussell macht dieses Mal in Annahütte, Wormlage und Freienhufen Station.

Seit jeher würdigen die Brandenburgischen Sommerkonzerte herausragende Jubiläen.  2017 sind zwei Konzerte dem 500. Jubiläum der Reformation gewidmet. Die musikalische und damit zugleich gedankliche Beziehung zwischen der hussitischen und lutherischen Reformbewegung steht in dem Konzert der Schola Gregoriana Pragensis im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Da pacem Domine“ macht sich der RIAS Kammerchor gemeinsam mit der Capella de la Torre in einem anderen Konzert auf die Suche nach den Auswirkungen der Reformation auf die Musik.

Herausragende Künstler, brandenburgische Orchester und die Förderung des musikalischen Nachwuchses sind konzeptionelle Säulen der Brandenburgischen Sommerkonzerte. Letzterem wird in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zuteil. Zwei Konzerte mit musikalischem Nachwuchs des Julius-Stern-Instituts und der zweiten Preisträgerin des Joseph-Joachim-Violinwettbewerbs Shion Minami präsentieren die Stars von morgen in Kammermusikbesetzung. Die Regensburger Domspatzen und das Bundesjugendorchester zeigen, wie sich Nachwuchsförderung in größerem Rahmen vollziehen kann.

Den Auftakt der Saison gestaltet die Kammerakademie Potsdam gemeinsam mit Trevor Pinnock und Emmanuel Pahud – die Saison beginnt also mit einem bemerkenswerten Konzert!

Ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam die kulturelle Vielfalt der Mark gepaart mit herausragenden Konzerten zu erleben.

Mit den besten Wünschen für die Brandenburgischen Sommerkonzerte im Jahr 2017 grüßt Sie

 

Ihr Wolfgang Huber

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber
Vorsitzender des Kuratoriums

22.02.2017 23:11

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